Roderich Kiesewetter
CDU
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Frage von Ybjvx Uneqrry an Roderich Kiesewetter bezüglich Verbraucherschutz

# Verbraucherschutz 13. Juni. 2018 - 16:03

Sehr geehrter Herr Kiesewetter,

wieso würde sich die CDU vorraussichtlich bei einer erneuten Gesetzesvorlage zur Legalisierung von Cannabis dagegen stellen, obwohl diese bewiesenermaßen viele Vorteile bieten würde. (unterbinden des Schwarzmarktes-> Entlasstung der Polizei; nicht wissenschaftlich nachgewiesene Gesundheitsschäden-> Vergleich zu Tabak und Alkohol etc ) Bzw anders gefragt was müsste aus der Sicht der CDU passieren damit es zu einer Legalisierung kommen würde, denn am Beispiel der Niederlande oder z.B. Colorados zeigt sich doch das es möglich ist....

Von: Ybjvx Uneqrry

Antwort von Roderich Kiesewetter (CDU) 14. Juni. 2018 - 21:27
Dauer bis zur Antwort: 1 Tag 5 Stunden

Sehr geehrter Herr Uneqrry,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Der Konsum von Cannabis ist bereits legal – im Rahmen medizinisch notwendiger Aspekte. Gerade Patienten, die unter schweren Schmerztraumata oder Krebserkrankungen leiden, können Linderung durch Cannabis erfahren. Dies halte ich für richtig und angebracht.

Die generelle Legalisierung von Cannabis für jedermann halte ich allerdings für den falschen Weg. Hierfür benötigen wir gänzlich andere Kontrollmöglichkeiten; beispielsweise im Bereich des Autoverkehrs.
Außerdem dient es weiterhin als Einstiegsdroge, weswegen auch ein erhöhtes Suchtpotential von Cannabis ausgeht.

Das Argument zur Entlastung von Vollzugsorganen, wie die der Polizei oder den Gerichten, halte ich für angebracht, da es in erster Linie die Verbraucher betrifft und es sich nicht um schwere Straftaten handelt. Darüber muss aber weiterhin intensiver diskutiert werden.

Aktuelle wissenschaftliche Studien, wie die der Universität München (CaPRis) bestätigen hingegen die vielen Risiken und das hohe Suchtpotential der Droge.
Etwa 2,9% der deutschen Alkoholkonsumenten sind alkoholabhängig. Hingegen sind über 11% aller Cannabiskonsumenten abhängig.
Dies verdeutlicht nochmals die Affinität der Konsumenten dieser Droge zur Abhängigkeit, die staatlich und gesellschaftlich ein Problem darstellt.

Aufgrund dessen müssen zukünftig weitere wissenschaftliche Ergebnisse zu dieser Thematik angehört und intensiv diskutiert werden, bevor eine Entscheidung vollzogen werden kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit meinen Standpunkt verdeutlichen.

Herzliche Grüße
Roderich Kiesewetter