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Fritz Felgentreu
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Frage von Simon S. •

Frage an Fritz Felgentreu von Simon S. bezüglich Verkehr

Guten Tag Herr Felgentreu,

Was sind Ihre Visionen für das Tempelhofer Feld? Wie stellen Sie sich die kurzfristige Nutzung der Freiflächen vor, und was ist Ihr Konzept für eine langfristige Entwicklung des Areals?
Und zuletzt: In welcher Form werden Sie sich für ihre Ideen, die Sie hoffentlich haben, einsetzen und für deren Realisierung kämpfen?

Vielen Dank fürs Antworten
Simon Stolz

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Antwort von
SPD

Sehr geehrter Herr Stolz,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 21. September 2009, die ich Ihnen heute gern beantworte.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie gern zu Beginn meiner Ausführung zur Vorgeschichte der Schließung des Flughafens Tempelhof auf meine Antwort auf die Frage vom 28. Juli 2009 zum Berlin-Brandenburg International (BBI) hinweisen.

Ich begrüße die Öffnung des Tempelhofer Feldes ab Oktober dieses Jahres, auch wenn das Gelände vorerst nur durch eine Führung begangen werden kann.

Ein Fortschritt für den Norden Neuköllns wird die generelle Öffnung ab Mai 2010 sein - Tempelhof für alle. Durch die große Fläche von 960 ha und die Nutzung der bereits vorhandenen Sportflächen werden sich die Freizeitmöglichkeiten deutlich erhöhen. Um die Qualität der Anlagen zu wahren, wird das Gelände nur tagsüber geöffnet sein.

Auf lange Sicht soll auf dem Zentralbereich des Geländes eine Parklandschaft entstehen, so dass auch die Möglichkeit besteht, auf dem Tempelhofer Feld die Internationale Gartenausstellung (IGA) auszurichten.

Der Befürchtung, Mieten könnten aufgrund von luxuriösen Neubauten erhöht werden, kann ich nur entschieden entgegen treten. Es wird Neubauten geben, im Osten des Flugfeldes soll z.B. das „Stadtquartier Neukölln“ entstehen. Dies werden aber weder Luxuswohnungen noch Mietskasernen sein, sondern großzügige Wohnungen, die auf Familien zugeschnitten sind. Im Quartier wohnhafte Mieterinnen und Mieter sind ohnehin durch das Mietrecht vor sprunghaften Mieterhöhungen geschützt.
Das gesamte Gebiet sollte meiner Meinung nach durch den öffentlichen Personennahverkehr erschlossen werden, der Bereich Oderstraße dann vom Columbiadamm her, damit sich keine Busse durch den Schillerkiez quälen. Der südliche Bereich ist durch die Autobahn und die S-Bahn erschlossen (wenn letztere denn mal wieder regelmäßig fahren sollte). Hier kann ein neues Wirtschaftsgebiet entstehen. Ein neuer S-Bahnhof zwischen Hermannstraße und Tempelhof wäre sinnvoll.
Mir ist besonders wichtig, dass alle Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit haben, sich an der Entwicklung des Gebietes zu beteiligen.

Damit Sie sich aber jetzt schon ein Bild von der Lage auf dem Gelände und vom denkmalgeschützten Gebäude machen können, lade ich Sie herzlich am 26. September 2009 ab 15:00 Uhr zu einer Führung mit Bustour ein. Genaueres dazu finden Sie auf meiner Homepage www.fritz-felgentreu.de unter Sneak Preview.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Fritz Felgentreu